Das Institut für Wirtschaftsinformatik

(Institute of Business Informatics)

Gesamtdokument (pdf, 62kb)

Report über die Aktivitäten des Institutes
in den Jahren 2001, 2002, 2003, 2004 und 2008 (pdf-Format).


Ziele
Ausbildungsziel
Forschungsziel


Ziele top

Im Zentrum der Arbeit des Institutes stehen die Beschreibung, Erklärung und Gestaltung von Informationserstellungs und -verarbeitungsprozessen, insbesondere soweit sie durch moderne Informations- und Kommunikationstechniken unterstützt werden.
Diese Prozesse dienen zum einen der unmittelbaren Bedürfnisbefriedigung durch Information sowie zum anderen der Koordination physischer Wertschöpfung.

Die schnelle Fortentwicklung der IuK-Systeme sowie die rasante Verbreitung ihrer Nutzung führen vielfach zu tiefgreifenden Veränderungen der Geschäftsabläufe und darüber hinaus des gesellschaftlichen Lebens. Aufgabe ddes Institutes ist hierbei, die Nutzenpotenziale neuer Informations- und Kommunikationstechniken sowie deren Anwendung insbesondere in Wirtschaft und Verwaltung zu analysieren und eigene Gestaltungsvorschläge zu unterbreiten und zu erproben. Dies gilt auch für die Gestaltung und Auswahl der institutionellen Rahmenbedingungen von Informationserstellungs- und verarbeitungsprozessen.

 
Ausbildungsziel top

Ausbildungsziel des Institutes Wirtschaftsinformatik ist es, Studierenden wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge die relevanten methodischen und praktischen Aspekte der betrieblichen Informations- und Wissensverarbeitung sowie der Informationswirtschaft auszubilden. Dabei stehen weniger die technischen Details von Hardware und Software im Mittelpunkt der Betrachtung, sondern vielmehr Fragen der gezielten Schaffung und Verbreitung von Informationen und Wissen sowie der systematischen Bewertung und effizienten Nutzung von Informations- und Kommunikationstechniken und -systemen in Unternehmen und Verwaltungen. Darüber hinaus werden Probleme und Lösungsmöglichkeiten des individuellen Informationsmanagements thematisiert. Im Zuge der Ausbildung möchten wir die Studierenden auch bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeiten unterstützen, indem wir sie z. B. in unsere Forschungsarbeiten integrieren und ihnen schrittweise mehr Verantwortung für eigene Ergebnisse und die Formulierung eigener Forschungsfragen übertragen. Eine enge Vernetzung im Institut für Wirtschaftsinformatik und mit den Lehrstühlen sowie den dort zugreifbaren nationalen und internationalen Einrichtungen sind zum einen Herausforderung, gewähren aber auch eine gewisse Sicherheit für die(den) Einzelne(n). Durch vielfältige Kooperationen mit der Praxis werden neuartige Herausforderungen schneller erkannt und es fällt leichter, tragfähige Lösungen zu erarbeiten und zu erproben. Ein Universitätsinkubator, der durch vier Absolventen und Mitarbeiter des Instituts für Wirtschaftsinformatik geleitet wird , bietet Studierenden und weiteren Personen die Möglichkeit, unter Hilfestellung von Betreuern aus Wissenschaft und Praxis unternehmerische Fähigkeiten zu vervollkommnen und eine Gründung oder einen weiteren Ausbau der Unternehmenstätigkeiten vorzubereiten. Des Weiteren bauen wir ein Alumni-Netzwerk auf, das den Studierenden und Absolventen ermöglicht, vereinfacht untereinander und mit dem Institut für Wirtschaftsinformatik, den Lehrstühlen und den kooperierenden Institutionen z. B. bezüglich jüngster Entwicklungen in Kontakt zu bleiben.

Die Absolventen des Institutes werden auf berufliche Tätigkeiten an verschiedenen Stellen der Informationsproduktions- und Verarbeitungsprozesse sowie an den Schnittstellen zu der dinglichen Wertschöpfungskette vorbereitet. Sie sollen Theorien, Methoden und Managementtechniken für die Analyse, Planung, Organisation und Kontrolle von Informationsproduktions- und verarbeitungsprozessen kennen lernen und an konkreten Beispielen einüben. Neben den hierzu notwendigen methodischen Fähigkeiten vermittelt das Studium insbesondere die Fähigkeit zur eigenständigen Analyse und Lösung von Problemen der Informationserzeugung, -beschaffung, -verwaltung, -verbreitung und -abrechnung sowie damit verbundener Aufgaben (etwa Preisbildung und Vertrieb von Software sowie Organisation von Informations- und Medienunternehmen). Entsprechend den Anforderungen der Praxis werden unternehmensübergreifende Prozesse und Kooperationen in Netzwerken betont.

Das Lehrangebot und unsere Kooperationspartner in der Lehre finden Sie hier.

Unterlagen zu Credit-Point-Prüfungssystem am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Frankfurt finden Sie hier.

 
Forschungsziel top

Forschungsziel des Institutes für Wirtschaftsinformatik ist im weitesten Sinn die Untersuchung der Produktion von Information, der Unterstützung von Kommunikation und der Gestaltung von Informations- und Kommunikationssystemen.

Ausgangspunkt sind zum einen Gestaltungs- und Einsatzerfahrungen zu Methoden und Werkzeugen der Schaffung Informations- und Kommunikationssysteme, zum anderen entsprechende Erfahrungen zur Koordination von Akteuren in verteilten Systemen. Wir untersuchen, inwieweit Unterschiede zwischen Informationsprodukten und klassischen "dinglichen" Produkten bestehen und wie diese die Gestaltung der Informationsproduktion beeinflussen. Beispielsweise ist eine Kopie eines einmal erstellten Informationsprodukts mit zunehmend vernachlässigbaren variablen Kosten herstellbar, sodass die in der klassischen Produktionstheorie stark betonten Einsatzkosten der Verbrauchsfaktoren im Fall der Informationsproduktion durch eine starke Betonung der Potenzialfaktoren und der Kosten der temporären Nutzung derselben ersetzt werden müssen. Hierauf aufbauend werden neuartige netzbasierte Produktionsstrukturen für Informationsprodukte entworfen und sowohl in Computersimulationen wie auch anhand von Prototypen erprobt. Wesentliche Gestaltungsgrößen sind z. B. die Auswahl und die Gestaltung von Standards, verteilten Geschäftsprozessen, "intelligenten" Intermediären und Telearbeit, ebenso von thematisch fokussierten Kooperationsnetzen.

Auch die Kommunikation und der Tausch von Informationsprodukten werden durch die Besonderheiten digitaler Systeme im Vergleich zu dinglichen Produkten beeinflusst. Erfahrungen in praktischen Fällen zeigen, dass es offenbar zusätzlich zu traditionellen Marktstrukturen ergänzender Koordinationsmechanismen bedarf, um eine optimale Güterallokation zu erzielen.

Letzte Änderung: 2009-10-22, Torsten Schaper